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Matthäus Evangelium


Das Evangelium nach Matthäus




Thema: Jesus als messianischer König
Schlüsselwort: Königreich (Luther: Reich)
Schlüsselverse: 1,1:
"Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams."
27,37: "Und sie brachten oben über seinem Haupt seine Beschuldigungsschrift an: Dies ist Jesus, der König der Juden."

(zum Matthäusevangelium gibt es bei Bibelleser.de eine ausführliche Darstellung)






Wert

Der Skeptiker Renan beschrieb dieses Buch als "das wichtigste Buch der Christenheit - das wichtigste Buch, das jemals geschrieben worden ist". Obwohl wir ebenfalls von der Wichtigkeit des Buches überzeugt sind, ziehen wir es vor, es als eines der "wichtigsten Bücher" zu bezeichnen.

Verfasser

1. Das Buch wurde von Matthäus, dem bekehrten Zöllner (9,9) verfasst. In Markus 2,14 heisst er Levi. Offensichtlich gab Jesus ihm den neuen Namen Matthäus.

2. Nur in diesem Evangelium wird der verachtete Zöllnerberuf mit dem apostolischen Namen Matthäus in Verbindung gebracht (Matthäus bedeutet: "Gabe Gottes").

3. Er scheint ein wohlhabender Mann gewesen zu sein. Aus Gründen der Bescheidenheit erwähnt er das "große Fest" nicht, das er nach seiner Berufung in den Dienst veranstaltete (Lukas 5,29), auch nicht das große Opfer, das er gebracht haben wird, als er anfing, Christus nachzufolgen. Hätte er dieses Evangelium nicht verfasst, gehörte er zu den Jüngern, über die wir sehr wenig wissen.

Zweck

1. Das Buch wurde ursprünglich hebräisch abgefasst und war vornehmlich für Juden geschrieben worden, darum wird das Alte Testament häufig angeführt.

2. Ein charakteristisches Wort in diesem Buch lautet: "Erfüllet". Matthäus bezieht sich auf nicht weniger als 60 alttestamentliche Stellen, die in Christus in Erfüllung gingen.

3. Es gibt keine Widersprüche zwischen den Evangelien, wie manche meinen. Jeder Evangelist schrieb sein Werk, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Jedes Evangelium ist ein anderes Porträt des Herrn Jesus. Matthäus zeigt uns Jesus als den König. Das Wort "(König-)Reich" kommt in diesem Evangelium 55mal vor; das "Himmelreich" wird 32mal, der "Sohn Davids" siebenmal erwähnt.

4. Dieses Buch zeigt uns, dass Jesus in erster Linie kam, um den Juden zu dienen (10,5-6; 15,24). Das "Evangelium vom Reich", das Jesus und seine Jünger predigten (4,23; 10,7), bezog sich zunächst auf ein kommendes sichtbares, politisches und geistliches Reich auf der Erde, über das Jesus als Sohn Davids herrschen sollte. Als die Juden ihn als ihren Messias und König ablehnten, beinhaltete fortan das Evangelium die Botschaft von der Erlösung aller Verlorenen durch Christus und der Herausrufung einer Gemeinde aus den Nationen. Es wurde zum Evangelium der Gnade Gottes, für alle Menschen.

Jesus, der König

Seine Geburt (Kapitel 1 und 2)

Geschlechtsregister und Geburt des Königs; Anbetung der Könige aus dem Osten; Verfolgung durch Herodes den Usurpator. Der Herr Jesus ist der letzte Mensch in der Geschichte der Juden, der nachweislich aus der königlichen Familie Davids stammte.

Sein Vorläufer (Kapitel 3)

1. Im Osten haben alle berühmten Persönlichkeiten einen Vorläufer, so auch Jesus.

2. Johannes, der Täufer kündigte das bevorstehende Königreich an und taufte den König.

Seine Prüfung (Kapitel 4,1-11)

1. Hier überwand der Herr Jesus den Widersacher, indem er es ablehnte, das Königreich auf irgendeine andere Weise als die von Gott vorgesehene zu gewinnen.

2. Der erste Adam fiel in Eden, wo er im paradiesischen Zustand lebte; der zweite Adam überwand in der Wüste, obwohl sein Körper durch eine lange Enthaltsamkeit geschwächt war.

Seine Proklamation (Kapitel 4,12-25)

1. Jesus kam in die Welt, um das Königreich zu gründen. Hier wird er als König proklamiert.

2. Das Reich Gottes besteht aus allen im Himmel und auf Erden, die sich ihm unterordnen; der Eingang in dieses Königreich geschieht durch die Wiedergeburt (Johannes 3). Das Himmelreich ist die sichtbare Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden.

Seine Gesetze (Kapitel 5-7)

1. Die Bergpredigt ist nur für Jünger; sie ist eine Sammlung von besonderen Gesetzen, die im (kommenden) irdischen Königreich Christi gelten werden. Die Bergpredigt enthält aber auch eine Botschaft für uns.

2. Die Bergpredigt ruft die Christen auf, in der Gesinnung Jesu zu leben.

Sein Dienst (Kapitel 8,1 - 11,19)

1. Der König wirkt unter seinem Volk Israel, er lehrte und heilte.

2. In 8,6 kann "Knecht" mit "Jungen" wiedergegeben werden - ein liebevoller Ausdruck, der zeigt, wie sehr der Knecht seinem Meister ans Herz gewachsen war.

Seine Ablehnung (Kapitel 11,20 - 20,34)

1. Ein äusserst wichtiger Abschnitt. Nachdem Israel seinen König abgelehnt hatte, wurde die Aufrichtung des Königreichs aufgeschoben. Zum ersten Mal weist Jesus auf eine neue Ordnung hin - auf die Schaffung einer neuen Gesellschaft, der Gemeinde.

2. Auf 12,14 folgt in Kapitel 13 die "Geheimnis"-Lehre.

Sein Einzug (Kapitel 21 - 25)

1. Der offizielle Einzug des Königs in seine Hauptstadt; seine endgültige, öffentliche Ablehnung durch die Juden.

2. Die Endzeitreden Jesu (Kapitel 24.25).
In 24,31 Andeutung der Entrückung beim Posaunenschall (die Auserwählten werden versammelt - Elberfelder Übers.). Vgl. 1 Thess. 4,17; 2 Thess. 2,1; 1 Kor. 15,51.52.
(Zum Thema Entrückung siehe auch: Entrückung)

3. Merke: 25,41. Kein irdischer Richter macht das Schicksal des Verbrechers von seiner persönlichen Beziehung zu ihm abhängig - Christus tut dies. Von Christus sich abzuwenden, bedeutet, sich von aller Hoffnung zu trennen.

Sein Tod und seine Auferstehung (Kapitel 26-28)

1. Jesus wurde umgebracht, weil er sich als der König ausgab, der er in Wahrheit ja auch war (Merke besonders 27,11.12.29.37.42).

2. Das Zerreissen des Vorhangs folgte auf das Zerreissen des Herzens Christi (27,51).


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