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Lukas Evangelium


Das Evangelium nach Lukas




Thema: Jesus als vollkommener Mensch
Schlüsselwahrheit: Des Menschen Sohn
Schlüsselvers: 23,47
"Als aber der Hauptmann sah, was geschah, verherrlichte er Gott und sagte: Wirklich, dieser Mensch war gerecht."





Verfasser

Lukas, der nach Eusebius der Verfasser dieses Evangeliums ist, stammte aus Antiochien in Syrien. Er war Heidenchrist. Sein Name, eine abgekürzte Form von Lukanus, beweist nach Meinung einiger Ausleger seine griechische Herkunft. Er war ein hochgebildeter Mann und ging dem Arztberuf nach. Er wird zum ersten Mal in Apostelgeschichte 16,10 als Mitarbeiter des Paulus erwähnt.

Zweck

Das Buch wurde für griechischsprachige Leser geschrieben, in erster Linie aber für einen persönlichen Bekannten des Lukas (Theophilus), und zwar nach einer gründlichen Forschungsarbeit. Es sollte der Verbreitung verfälschter Evangelien und verfälschter Berichte über das Leben Jesu einen Riegel vorschieben. Da Lukas ein Begleiter des Paulus war, nahm er in sein Buch, so glaubt man, die wesentlichen Elemente der Predigt des großen Apostels auf.

Botschaft

1. Renan, der Skeptiker, erklärte, dieses sei "das schönste Buch der Welt". Das Lukasevangelium inspiriert die Künstler; aus ihm sind mehr Szenen gemalt worden als aus jedem anderen Evangelium.

2. Der Schlüssel zur Botschaft des Buches liegt in der Tatsache, dass es für griechischsprachige Leser geschrieben wurde. Das griechische Ideal vollkommener Menschlichkeit unterschied sich vom römischen. Die Römer hielten es für ihren Auftrag, zu herrschen; die Griechen hingegen wollten die Menschheit erziehen, erhöhen und vervollkommnen. Das Ideal des Römers war militärischer Ruhm und obrigkeitliche Gewalt, aber das der Griechen Weisheit und Schönheit.

3. Lukas zeichnet ein Porträt von Jesus als dem vollkommenen Menschen, der sogar die höchsten Ideale der Griechen übertrifft. Zwar spricht Lukas auch von der Göttlichkeit Christi, doch betont er vor allem die Menschlichkeit Jesu. Der in diesem Evangelium offenbarte Charakter Jesu ist durch und durch menschlich, wie wir aus der folgenden Studie sehen können. Er ist nicht nur der "Sohn Gottes", sondern auch "des Menschen Sohn".



Jesus, der Mensch

"Seinen Brüdern gleich geworden" (Kapitel 1-3; vgl. Hebräer 2,17)

1. Mit uns eins in der Abstammung von Adam, dem Urvater der Menschheit (3,23.38)

2. Mit uns eins in den allgemeinen menschlichen Beziehungen und allen dazugehörigen Pflichten.

3. Mit uns eins in unserer Schande durch die Taufe (indem er sich der Taufe unterzog, stellte er sich auf eine Ebene mit der sündigen Menschheit, jedoch selbst ohne Sünde).

Merke: Überliefert sind hier die ersten kostbaren Ansätze des christlichen Liedergutes (1,68-79; 1,46.55; 2,14; 2,29.32).

"Der versucht ist allenthalben gleichwie wir" (Kapitel 4,1-13; vgl. Hebräer 4,15)

Lukas sieht die Versuchung Jesu aus dem Blickwinkel des Menschen: Der Teufel forderte den ersten Adam heraus, der zweite Adam fordert den Teufel heraus. Der Teufel verdarb den ersten Menschen; der Teufel wurde durch den Menschen Jesus Christus ins Verderben gezogen. Der erste Adam zog bei seiner Niederlage die ganze Menschheit mit ein; der letzte Adam schloss die ganze Menschheit ein in seinen Sieg.

"Mitleid mit unseren Schwachheiten" (Kapitel 4,14 bis 19,28; vgl. Hebräer 4,15)

Der Herr Jesus als:
Der Mensch mit einer Liebe für die ganze Welt. Dieses Evangelium nennt jene Begebenheiten, die Jesu Liebe für die gesamte Menschheit verdeutlichen (2,10; 2,31.32; 17,18; 19,2).
Der Mensch der Weisheit, wie sie aus seiner Lehre hervorging (4,14.15.32; 5,30.39; Kapitel 6; 10,25-37; 20,2-8.
Der Mensch des Könnens (4,33-37; Kapitel 5-8; 9,37-43).
Der Mensch voll Mitleid den Gefallenen und den Verachteten gegenüber (5,27-39; 7,36.37); denen gegenüber, die Verwandte durch den Tod verloren hatten (7,11; 8,42; 9,38. Merke: "mein einziger"); den Kranken, Gebrechlichen und Verzagten gegenüber (4,38-41; 5,12; Kapitel 7).
Der Mensch des Gebets, der in allen großen Krisen seine absolute Abhängigkeit von Gott unter Beweis stellte (3,21; 5,16; 6,12; 9,18.29; 11,1.2).
Der gesellige Mensch (7,36; 11,37; 14,1; 19,7).
Der Mensch der Schönheit und der Herrlichkeit (9,28-36).
(Merke: ebenfalls das starke menschliche Element in allen Gleichnissen des Lukas.)

Als unser Verwandter, der uns erlöst (Kapitel 19,28 bis 23,56)

1. Als der Patriot, der über Jerusalem weint (19,41).

2. Als ein Mensch, der auf ein Gebet hin den Dienst eines Engels empfing (22,43).

3. Als unser Verwandter, der seine Aufgaben übernahm (siehe 3 Mose 25,47-55; Ruth Kapitel 2; 3,10-18; 4,1-10).

Bei der Auferstehung und in der Himmelfahrtsherrlichkeit immer noch Mensch (Kapitel 24)

1. Der auferstandene Herr ist immer noch Mensch.

2. Als Mensch ging er mit zwei anderen Menschen nach Emmaus.

3. Als Mensch aß er im Söller und stellte damit sein immer noch vollkommenes Menschsein unter Beweis.

4. Fährt beim Segnen gen Himmel.
(Anmerkung: Das Buch beginnt und schließt mit Freude, und zwar in Verbindung mit Jesus.)


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