Wenn Kinder fragen
- Kinder fragen nach Jesus -





Wenn Kinder fragen (2)




Sam ruft an
O Schreck, ich wollte gerade aus dem Haus, das Telefon klingelt.
Sam: Opa?
Opa: Ja, wer ist da?
Sam: Ich bin es, Sam.
Opa: Ja Hallo Sam, was gibt es?
Sam: Ich wollte fragen, ob du heute Nachmittag zu Hause bist?
Opa: Ja, warum?
Sam: Ich wollte dich was fragen, so aus der Bibel.
Opa: Ist es viel?
Sam: Nein, nur ein paar Fragen.
Opa: Kann Mama oder Papa dir da nicht helfen?
Sam: Nee, die meinen, du wüsstest das besser.
Opa: Na ja, wann kommst du denn?
Sam: Wenn du ausgeschlafen hast, um drei?
Opa: OK, bis dann, Tschüss.
Jetzt muss ich also wieder dran glauben.
Er ist ja niedlich der Kleine, aber Fragen immer kindgerecht
zu beantworten, ist nicht immer so einfach.
Wenn ich man die Fragen schon wüsste.
Na ja, werde dem Jungen schon Rede und Antwort stehen.
Mal hören, was er sich diesmal ausgedacht hat.
Es ist kurz nach drei Uhr, müsste er eigentlich bald kommen.
Oh, es klingelt, das wird er sein.
Ich gehe zur Haustür, da steht er, klein und keck.
Sam: Hallo Opa.
Opa: Hallo Sam.
Komm herein mein Junge und setze dich.
Hier sind Kekse und Apfelsaft, wenn du möchtest.
Sam: Gerne.
Opa: Und wie geht es dir sonst, zu Hause alles in Ordnung?
Sam: Ja.
Opa: Und was macht die Schule?
Sam: Geht so, Mathe hatte ich ne drei.
Opa: Das geht doch, Mathe war auch nicht meine Stärke.
Aber nun mal zu deinen Fragen, was möchtest du wissen?
Sam: Opa, sag mal, konnte Jesus zaubern?
Opa: Zaubern? Wie kommst du darauf?
Sam: Wir haben im Religionsunterricht gelernt, das Jesus
auf dem Wasser spazieren ging. Auch soll er den Sturm bedroht
haben.
Opa: Ach, du meinst die Geschichte, wo seine Freunde im Boot
waren, Jesus selbst geschlafen hat und dann ein Unwetter kam?
Ja, ich kenne die Geschichte. Die Freunde wecken Jesus auf, er
solle was tun, man hatte Angst zu ertrinken, als der Sturm kam.
Muss ein schlimmes Unwetter gewesen sein.
Ja, Jesus bedroht den Sturm und dann ist das Unwetter vorbei.
Also zunächst mal Sam, Jesus war kein Zauberer.
Das was er da gemacht hat, nennen wir ein Wunder.
Jesus hat also etwas getan, worüber man sich wundert, was andere
nicht können.
Auch das er über das Wasser gehen konnte, ein Wunder, andere
konnten das nicht.
Und weiß du, es gibt auch heute viele Menschen, die besonderes
können, was du und ich nicht können.
So war das auch mit Jesus. Er konnte auch Kranke gesund machen,
was mancher Arzt nicht konnte.
Ok?
Und übrigens: Zaubern kann kein Mensch, wenn du mal so etwas
im Fernsehen siehst, oder anderswo, dann sind das nur Tricks,
welche man lernen kann.
Sam: Ja, toll, du hast recht.
Sag mal, wo ist eigentlich der Himmel?
Opa: Fragt sich, welchen du meinst?
Sam: Also, das ist so, die Jennifer, meine Nachbarin, war mit ihren
Eltern in die Türkei geflogen, in Urlaub.
Jennifers Oma ist letzten Jahr gestorben und da hat Jennifers
Mutter gesagt, die Oma sei nun im Himmel.
Als Jennifer nun mit ihren Eltern in die Türkei geflogen war, hat die
Jennifer immer aus dem Flugzeug geschaut und nach der Oma
gesucht.
Sie hat dann ihre Mutter gefragt, wo denn die Oma sei.
Da hat die Mutter nur gesagt, sie solle ihren Mund halten.
Und letzte Woche kam Jennifer dann zu mir und sagte, kannst
du mal deinen Opa fragen? Sie hat mir das nämlich alles erzählt.
Opa: Ja Junge, es gibt den Himmel tatsächlich zweimal.
Da oben ist der Himmel, wo die Flugzeuge fliegen.
Und dann gibt es noch einen unsichtbaren Himmel, der ist bei
Gott. Den kann man leider nicht sehen, so wie wir Gott ja auch
nicht sehen können.
Und in diesem unsichtbaren Himmel wird auch Jennifers Oma
sein, hoffe ich.
Ist das soweit ok?
Sam: Ja.
Opa sag mal, kommen eigentlich alle Menschen in den Himmel?
Opa: Das glaube ich nicht!
Lässt du jeden zu Hause rein, wenn es klingelt?
Sam: Nein, keine Fremden und keine Bösen.
Opa: So wird es auch bei Gott sein, die Bösen lässt er nicht herein,
wenn sie Jesus nicht um Vergebung gebeten haben.
Sam: Du kannst das alles so schön erklären.
Opa: Gebe mir Mühe.
Hast du noch etwas auf dem Herzen?
Sam: Nein.
Opa: Aber du weißt, du kannst immer kommen, wenn ich dir
helfen kann.
Sam: Danke.
Tschüss, Opa, bis bald.
Opa: Tschau, Junge, bis dann und grüße zu Hause von mir.
Sam: Mache ich, Tschüss.
Opa zu sich selbst: Meine Güte, was erzählen manche Erwachsene
den Kindern doch für einen Unsinn?



Wolfgang Müller


Zu Teil 1: Wenn Kinder fragen
Zu Teil 3: Wenn Kinder fragen (3)
Zu Teil 4: Wenn Kinder fragen (4)
Zu Teil 5: Wenn Kinder fragen (5)






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