Was ist Glaube?
- christliche Andachten -





Was ist Glaube?




Was bedeutet es eigentlich an Jesus zu glauben? Bedeutet es nur, historisch anzuerkennen, dass Jesus einmal gelebt hat?Die Bibel hat eine Definition für Glauben parat:
„Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1).
Glaube bedeutet also von etwas überzeugt zu sein, dass sich gar nicht beweisen lässt, etwas, dass man nicht sehen kann, etwas, dass sich eines naturwissenschaftlichen Beweises entzieht („denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen“ 2 Kor. 5,7).

Das Wort „Verwirklichung“ in Hebr. 11,1 kann man auch mit „Grundlage“ übersetzen. Der Glaube stellt die Grundlage dar für unsere Hoffnung. Der Glaube ermöglicht es uns überhaupt auf etwas zu hoffen. Und um an etwas zu glauben, dass man nicht sieht, braucht es Vertrauen. Dieser Glaube meint eigentlich Vertrauen. Ohne dieses Vertrauen können wir Gott nie gefallen:

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (ihm) wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“ (Hebräer 11,6).


Gleich im Anschluss gibt uns Gott in seinem Wort einige Beispiele: Im Vertrauen baute Noah die Arche, ohne schon zu sehen, was passieren würde. Er glaubte Gott einfach, dass eine große Flut kommen würde. Und Abraham vertraute Gott und begab sich in ein neues Land, um sich dort anzusiedeln. Sein Glaube machte auch keine Grenze vor der sehr unwahrscheinlich klingenden Ankündigung Gottes, dass er in hohem Alter mit seiner unfruchtbaren Frau Sara noch ein Kind zeugen würde - was aber geschah! Abraham wäre sogar bereit dazu gewesen, seinen Sohn Isaak zu opfern, als Gott ihn dazu anwies. Es kam dann nicht dazu, weil es eine Glaubensprüfung Gottes war. Abraham wird nicht umsonst „Vater des Glaubens“ genannt. Im weiteren Verlauf werden weitere Glaubenshelden benannt, denen gemeinsam war, dass sie Dinge taten, die rational kaum zu erklären sind. Denn der Glaube ist ein Vertrauen auf etwas, dass sich nicht so einfach beweisen lässt.

Auch heute glauben wir als bekehrte Christen, dass Jesus Christus für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. Wir waren damals nicht dabei, trotzdem glauben wir es. Selbst wenn wir dabei gewesen wären, hätte das nicht unbedingt zum Glauben an die große Bedeutung des Kreuzes geführt. Doch wir vertrauen dem, was Gott uns in der Bibel sagt:
“Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen“ (Johannes 20,31).

Wichtig ist, dass dieser Glaube nicht unser Verdienst ist, er ist ein Gnadengeschenk Gottes:
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es“ (Epheser 2,8).

Ein Christ kann sich glücklich schätzen, wenn er von Gott eine große Portion an Glauben zugeteilt bekommen hat. Das ist eine echte Gnadengabe. Denn Glaube lässt sich nicht selbst erwerben oder vergrößern. Durchaus ist ein Kind Gottes auch angehalten, nach viel Glauben zu streben. Aber bei alldem dürfen wir nicht vergessen, dass es trotzdem eine Sache gibt, die größer ist als der Glaube:

„Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts.“ (1 Kor. 13,2)



Werner Maget






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