Strompreise
- Texte aus Politik&Soziales-





Strom noch teurer!




Die Strompreise sind ohnehin schon sehr hoch. Die Energiewende bringt es eben mit sich. Sie sorgte dafür, dass die Preise für Strom seit 2009 um satte 13,5% gestiegen sind. Bei einer vierköpfigen Familie sind das immerhin 125 Euro mehr im Jahr. Und wie ich jetzt gelesen habe, soll Strom im kommenden Jahr noch teurer werden. Dass der Strom jetzt schon so viel kostet, liegt vor allem an den Umlagen, die wir Verbraucher noch zusätzlich zum eigentlichen Preis pro Kilowattstunde berappen müssen. Hier ist in erster Linie die EEG-Umlage zu nennen, also die Zuschläge aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, welches Solar- und Windkraftanlagen fördert.

Leider gibt es beim Strom noch viel zu wenig Wettbewerb. Es gibt vier große Energiekonzerne, die noch weitgehend den Markt beherrschen. Gut wäre es, wenn weitere Anbieter dazu kämen, wie Stadtwerke, kommunale oder regionale Zusammenschlüsse, sowie ausländische Anbieter. Aber das wird alles seine Zeit brauchen.

Aus christlicher Sicht sehe ich, dass Strom zu einem Gut wird, dass sich nicht mehr jeder leisten kann. Viele ärmere Menschen, z.B. Menschen mit kleiner Rente oder Hartz-4 Empfänger können oft ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Geld regiert leider die Welt, das wird sich nicht ändern. Aber dennoch ist Deutschland weiterhin ein sozialer Staat mit einer sozialen Marktwirtschaft. Zumindest auf dem Papier steht es so. Da muss doch etwas unternommen werden. Vorschläge gibt es ja einige. Gut finde ich zwei Vorschläge: Der eine sieht einen "Energie-Soli" vor. Jeder Bürger entrichtet einen kleinen Obolus, der dann denjenigen zugute kommt, die ohnehin kaum etwas zum Leben überhaben. Das muss ja keine große Summe sein. Die Masse macht es dann. Der andere Vorschlag sieht einen Sozialtarif beim Strom vor. Das gibt es ja z.B. auch schon beim Telefonieren. Da müssen natürlich die Stromkonzerne mitspielen und einen solchen Tarif anbieten, der dann nach entsprechendem Nachweis (Rentenbescheid/Bewilligungsbescheid) gebucht werden kann. Hoffentlich tut sich da bald etwas. Sonst fängt eine Spirale nach unten bei einigen an. Wer keine Arbeit hat, kann sich ohne Strom auch nicht bewerben, denn ein Computer braucht nunmal Strom. Und eine Bewerbung per Schreibmaschine würde wohl schnell im Papierkorb landen. Und wer sich nicht bewerben kann, bekommt zum einen keinen neuen Job und zum anderen Ärger vom Amt. Strom ist also wichtig, wenn er uns auch als Selbstverständlichkeit vorkommt. Es ist aber inzwischen nicht mehr für jeden selbstverständlich (bezahlbaren) Strom zu haben.



© Wiebke Dorn






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