Ökumene
- christlicher Artikel -





Ökumene - Ausverkauf des Evangeliums?




Antwort auf die Initiative "Íkumene jetzt - ein Gott, ein Glaube, eine Kirche"


Was verbindet und was trennt? Wo gibt es Gemeinsamkeiten und wo unüberbrückbare Unterschiede? Mit diesen Themen befasst sich die Initiative mit dem Ziel, auf dem Weg der Ökumene ein Miteinander aller Konfessionen zu fördern, ja zu fordern.
Dies hört sich sehr ambitioniert an und ist mit Sicherheit kein theologischer Schnellschuss von ein paar Einzelpersonen. Die große Zahl der Unterzeichner bestätigt den Initiatoren, dass hier ein enormer religiöser Nachholbedarf besteht.

Ökumene bedeutet, den gesamten Weltkreis umfassend oder einfach nur, das Zusammensein aller in einer einzigen großen Gemeinschaft. Doch kann so ein Unterfangen überhaupt realisiert werden, zu lange schon liegen die religiösen Gräben offen dar, zu unüberwindlich scheinen die Unterschiede gerade was die Lehre von der Erlösung betrifft und die Rolle der Kirche und ihrer Amtsträger im Erlösungswerk Gottes mit der Menschheit. Vor allem aber stellt sich zu erst die grundlegende Frage, wer oder was ein echtes Gotteskind ist, ehe man den zweiten Schritt gehen kann, festzustellen, ob Ökumene überhaupt möglich ist.

Kirche ist, um es auf den Punkt zu bringen, die Einheit von erlösten Sündern, die nicht nur Gemeinschaft unter einander pflegen sondern ebenso die Gegenwart des Auferstandenen ganz real und unmittelbar erleben. Dabei ist ihr größtes Anliegen, ja im Grunde ihre Daseinsberechtigung, allen Menschen auf diesem Planeten das volle Evangelium von der vollbrachten Erlösung durch Jesu Tod am Kreuz zu bringen, auf dass jeder, der es hört und persönlich annimmt, selber ein echtes Gotteskind und damit Teil der Familie Gottes, der Kirche, wird.

So lesen wir in Johannes 3, 3: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren ist, kann er das Reich Gottes nicht schauen." Und weiter in Vers 16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn opferte, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das Ewige Leben haben.“
Auch versichert uns der Evangelist Johannes gleich zu Anfang seines Evangeliums in Kapitel 1, Vers 12: „Allen aber, die ihn aufnahmen, verlieh er das Recht, Gottes Kinder zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“ Und er bestätigt dies noch einmal Jahre später in seinem ersten Brief in Kapitel 3, Vers 1: „Seht, welch große Liebe uns der Vater erwiesen hat: Wir heißen Kinder Gottes und sind es in der Tat.“

Jesu Tod am Kreuz war keine Schauveranstaltung wie Stern TV oder Schlag den Raab vor den Toren Jerusalems, sondern blutiger und tödlicher Ernst. Er lebte gerecht und ohne Sünde anstelle unseres sündhaften Lebens und starb beladen mit unser aller Schuld auf den Schultern stellvertretend für uns, ja er tauschte zu 100 Prozent seine Gerechtigkeit gegen unsere Verlorenheit ein und ermöglichte uns dadurch das Ewige Leben und die Wiederherstellung der zerstörten Gemeinschaft mit Gott dem Vater. Dadurch machte er ein für alle Male klar: Gerechtigkeit und Ewiges Leben sind ein unverdientes und unkäufliches Gnadengeschenk, allein zugänglich durch den kindlichen Glauben an sein endgültig vollbrachtes Erlösungswerk am Kreuz. Und hier kann und darf kein Mensch und keine Kirche noch irgendetwas hinzufügen. Kein selbst ernannter Mittler zwischen Gott und den Gläubigen ist nötig, kein Sakrament erwirkt ein Mehr an Gnade oder wäre gar heilsnotwendig. Jesus allein genügt!

Dies war auch letztendlich entscheidend für Martin Luthers Verbrennung des gesamten Kanonischen Rechts der Katholischen Kirche, da dieses nur eine Richtung vorgibt: Jesu Gnade, ja, aber zusätzlich... Dies kommt ganz explizit in der vom biblischen Abendmahl Meilen weit entfernten Eucharistiefeier zum Ausdruck, wo der Priester den Allmächtigen Gott auf Befehl herbei rufen und durch die eigene Amtshandlung veranlassen kann, in den Hostien und dem Wein Gestalt anzunehmen und sich opfern zu lassen, nachdem sich die versammelte Schar der Gläubigen anbetend vor diesem selber erschaffenen Gott verneigt hat. Dabei lehrt uns die Heilige Schrift in Römer 6, 9–11 unmissverständlich: „Wir wissen ja, dass Christus nicht mehr stirbt, nachdem er einmal von den Toten auferweckt ist; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Durch seinen Tod ist er der Sünde ein für allemal gestorben."

In der Eucharistie hingegen wird dies jedes Mal mit Füßen getreten und Christus stets neu geopfert welch Frontalangriff auf das endgültige und ewig ausreichende Erlösungswerk Christi!
Hier wird klar, dass dies einzig der Festigung des Alleinanspruchs der Katholischen Kirche dient zur Bindung der Gläubigen an sie als Gnadenvermittler, was unweigerlich in ihre totale Abhängigkeit führt. Also nicht Jesus allein, sondern Jesus und dazu ... !
Ja, sein wie Gott, sich setzten an Gottes statt, als einziger ‚Stellvertreter Christi auf Erden`, begleitet vom durch die Bibel klar verbotenen Götzendienst der Anbetung Marias und zahlreicher Heiligen, die man zuvor auch selber ernannt, sprich heilig gesprochen hat. Außerhalb der kirchlichen Hierarchie gibt es kein Seelenheil für die Menschen, die sich zu dieser Kirche zählen.
Amtshandlungen und religiöser Rummel an Stelle von direkter Gemeinschaft mit Christus selbst, Bußhandlungen und ein immer wieder kehrendes Sühneopfer durch die Hand des Priesters als Alleinvermittler göttlicher Gnaden statt fröhlich in Dankbarkeit und Freiheit gelebter Glaube, und Heilige als von Menschen selbst ernannte Gnadenspender und Gebetserhörungsgaranten, zum Andenken (und Anbeten... ) in Stein und Holz gemeißelt, statt getrostes Vertrauen in Gottes Versorgung.

Diese und noch etliche andere antibiblische Praktiken machen es für ein echtes Gotteskind, d.h. für einen wiedergeborenen Menschen, unmöglich, mit diesen Gläubigen wahre Gemeinschaft in einer gemeinsamen Kirche zu haben. Der einzige Grund für ein Miteinander kann nur darin liegen, diesen Gottessuchern den Weg zum wahren Heil allein aus Gnaden aufzuzeigen.
Zum Errettet sein braucht es im Übrigen nicht zwingend eine Kirche, die Kirche jedoch ist die Gemeinschaft der Erretteten! Dort feiern die Gotteskinder gemeinsam als Familie Gottes die unaussprechliche Gnade Gottes und schöpfen daraus Kraft und Weisung, um eine Gott ferne Welt und ebenso auch die noch nicht erlösten Christen in den anderen Denominationen und Kirchen mit Jesus ins Gespräch zu bringen, damit sie dann selber Ihm ihr Jawort geben und schlussendlich das ewige Heil empfangen!

Wenn ich als Gotteskind in Afrika einen dortigen Christen kennen lerne und in seine Kirchengemeinde gehe, so brauche ich keine Ökumene, denn ich bin ja ein Teil der Familie, ich gehöre durch die Wiedergeburt schon längst dazu!

Ökumene ist in letzter Konsequenz das Zugeständnis, dass doch alle irgendwie an den einen Gott glauben und jeder am Tisch der Religiosität seinen geistlichen Hunger nach seinem persönlichen Geschmack stillen kann. Hauptsache er stellt sich nicht gegen diese Gemeinschaft durch einen Absolutheitsanspruch seines Glaubens, schließlich darf jeder ruhig nach seiner Fasson selig werden.
Die Anerkennung dieser Art „Erlösung Light“ ohne echte Wiedergeburt, d.h. ohne das Heil allein aus Gnaden, stellt jedoch den Ausverkauf des Evangeliums dar und ist gemäß der Bibel als alleinige Autorität entschieden abzulehnen! Denn Gottes Antwort auf die Ökumene lautet gemäß Römer 8, 9: „Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein!“
Ökumene kann es darum auch nur unter Gottessuchern geben, jedoch niemals unter wahren Gotteskindern. Gott zu kennen jedoch ist Leben, und dieses Leben trägt einen Namen: Jesus Christus! Denn was nützt es, wenn unter dem Deckmantel der Ökumene sich Gottessucher vereinen, ohne Jesus Christus jemals persönlich zu begegnen? Doch Jesus lebt, und wer lebt, den kann man für gewöhnlich auch kennen lernen, was die Bibel als Bekehrung und Gottes Antwort darauf als Wiedergeburt bezeichnet.
Darum sollte es im Grunde eine ganz andere Initiative geben mit dem Ziel, unser Land wieder in die persönliche Gemeinschaft mit dem Auferstandenen zu führen, um persönlich errettet zu werden. Dann würde sich Ökumene erübrigen, weil jeder Gläubige dann wahrlich von neuem geboren wäre. Dass dies jedoch auch die Verneinung der allermeisten Lehren der Katholischen Kirche bedeuten würde, wäre ein weiterer Grund, nicht nur jede Anwandlung in den eigenen Reihen in diese Richtung scharf zu unterbinden, sondern wie in den Jahrhunderten der Kirchengeschichte unzählige Male geschehen, nötigenfalls bis ins letzte und buchstäblich mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Im Grunde ist die Kirchengeschichte auch die Geschichte der Verfolgung der Gläubigen durch die Kirche selbst!

Doch was ist mit den vielen guten Werken und Einrichtungen der Kirchen? Und spielt es denn keine Rolle, wenn sogar Berühmtheiten wie Günther Jauch, Frank-Walter Steinmeier oder Richard von Weizsäcker zu den Erstunterzeichnern gehören?

Gute Taten zu tun beinhaltet ebenso wenig wie ein Politpromi oder TV-Liebling zu sein das Recht auf automatische Gotteskindschaft und schließt auch nicht aus, selber oder gar kollektiv sich im Irrtum zu befinden. Woher sollen' s die Leute auch wissen, wo die Herren Pastoren und Pfarrer ihnen immerzu versichert haben, dass doch alle in den Himmel kommen und sicher seien im Schoße von Mutter Kirche? So wird die Taufurkunde als eine Art Anzahlung auf die Ewigkeit missverstanden, die dann zusammen mit der Firmung oder Konfirmation als „Berechtigungschein für den Himmel“ gelte.
Was jedoch die heilige Schrift dazu zu sagen hat, wissen die wenigsten, ja selbst die meisten kirchlichen Amtsträger kennen Jesus nicht persönlich und wissen wenig oder gar nichts mehr über die heilsnotwendige Wiedergeburt zur ewigen Erlösung. Sie sind stets treu der Lehre ihrer Kirche gefolgt und geben dieses „Wissen“ an ihre Schäfchen weiter im Glauben, dass schon alles so seine Richtigkeit habe.
Darum verwundert es auch nicht, dass nun diese Initiative zustande gekommen ist, ja im Grunde sollte man sich fragen, weshalb sie erst jetzt ins Leben gerufen wurde. Ihre Unterzeichner handeln nach bestem Wissen und Gewissen und müssen unweigerlich ein Schreiben wie dieses hier als persönlichen Angriff wenn nicht gar als Beleidigung ihres religiösen Erlebens empfinden: „Harte Worte, Unverschämtheit, Anmaßung, eine Ungeheuerlichkeit!“ Dies ist sehr bedauerlich und nicht im geringsten beabsichtigt!

Auch wenn ich nicht weiß, welchen religiösen Hintergrund der Leser hat und ob ich ihn mit den bisherigen Seiten er- oder gar abgeschreckt habe, möchte ich dennoch auf den wichtigsten Punkt überhaupt zu sprechen kommen: Jesus und wir!

Wenn ich Kekse über alles mag, so bin ich noch lange keine Maus. Aber auch ebenso wenig bin ich ein Christ, wenn ich in die Kirche gehe, vielleicht selber Pastor bin, großzügig spende und viel Gutes tue! Denn im Himmel wird es keine guten Menschen geben, sondern ausnahmslos erlöste Höllenkandidaten. Kein Sakrament bringt mir Sündenvergebung und ewiges Leben. Weder wird man als Christ geboren, noch ein Gotteskind durch ein paar unfreiwillig empfangene Spritzer Wasser als Säugling. Nein, Christ wird man alleine aufgrund seiner ganz persönlichen Entscheidung, dass Jesu vergossenes Blut ganz speziell für mich heilsnotwendig ist und ich im Glauben dieses Stellvertretungsopfer und Jesus selbst als Herrn meines Lebens annehme! In dem Augenblick, in dem wir JA sagen zu ihm, kommt sein heiliger Geist wie ein Licht in unser Herz, in unser Leben, um uns von Grund auf umzugestalten, so wie Gott uns sieht und wie es für uns am besten ist.

Auf Jesus allein ruht unser Heil, auf nichts und niemandem Sonst. Er allein garantiert uns ewige Sicherheit, Geborgenheit und Hoffnung, auch in diesem Leben. Allein durch Ihn werden wir von Gottessuchern zu wahren Gotteskindern. Nur in Ihm findet unser inneres Suchen ein Ende! Darum möchte ich alle Initiatoren und ebenso alle Unterzeichner auffordern: Kommt zu Ihm und lasst Euch erretten, werdet echte Kinder Gottes! Und dann helft mit, dass auch andere Jesus persönlich kennen lernen und in Ihm die wahre Erlösung finden - Werdet Kindschaftsvermittler von Allerhöchster Instanz!

Joachim Kretschmann






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