Mariä Himmelfahrt
- Ist Maria zum Himmel aufgefahren? -





Mariä Himmelfahrt?




Am 15. August gibt es den römisch-katholischen Feiertag "Mariä Himmelfahrt": Dieses Dogma wurde von Papst Pius XXII an Allerheiligen des Jahres 1950 verkündet. Das aber würde voraussetzen, dass Maria selbst sündlos gewesen wäre, denn es heißt: "Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn." (Römer 6:23).

Allerdings hat die Bibel an keiner Stelle gesagt, dass Maria leiblich in den Himmel aufgefahren ist; vielmehr berichtet uns Johannes in Kapitel 19, Verse 26 - 27 folgendes: "26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich." Warum hätte Jesus die Mutter Seiner menschlichen Natur in die Obhut Seines Jüngers geben sollen, und warum hätte der Jünger sie sonst aufgenommen, wenn Marias Himmelfahrt vorgesehen wäre? Vielmehr ging es um die Versorgung Mariens, denn eine Frau, die verwitwet war, wurde in der damaligen Zeit von einem männlichen Verwandten versorgt: Frauen hatten im Allgemeinen keine Erwerbstätigkeit und - wenn sie nicht zufälligerweise geerbt hatten - auch kein Vermögen: Sie waren also in aller Regel von der Versorgung ihrer männlichen Angehörigen abhängig. War der Mann tot, übernahm diese Versorgung in der Regel der erstgeborene Sohn.

Es kann gemäß der biblischen Berichterstattung auch sonst nicht davon ausgegangen werden, dass Maria sündlos gewesen ist; in Lukas 2:22-24 lesen wir: "22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, 23 wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (2.Mose 13,2; 13,15): »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, 24 und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3.Mose 12,6-8)."

Maria also brachte, nachdem Jesus geboren war, für sich die Sündopfer dar. Wenn wir in den entsprechenden Textstellen bei Mose nachschlagen, erfahren wir, dass ein Paar Turteltauben oder Tauben von denjenigen geopfert wurde, die sich kein Lamm leisten konnten. Jesus ist also in ärmliche Verhältnisse hineingeboren wurden, die Mutter Seiner menschlichen (!) Gestalt jedoch war nicht sündlos. Deshalb musste sie genauso sterben wie jeder andere Mensch auch, und auch sie bedurfte die Erlösung durch Jesus Christus.

Damit möchte ich niemanden verletzen, sondern es geht darum, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Im Übrigen ist niemandem mit einer marianischen Orientierung geholfen, täuscht dies doch darüber hinweg, dass wir allein durch Jesus selig werden. In Apostelgeschichte 4:12 steht: "Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden." Wir tun also gut daran, christozentrisch zu sein: Wenn wir Jesus als unseren ganz persönlichen Retter angenommen haben, dann werden, dann sind wir erlöst. Und dies gilt auch für Maria!


Markus Kenn




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