Der Lobpreis der Hanna
- Artikel zur Bibel -





Der Lobpreis der Hanna




Hanna war schon in einer unglücklichen Lage. Sie konnte keine Kinder bekommen, was zur Zeit des Alten Testamentes als Strafe Gottes galt. Kinderlose Frauen hatten damals kein leichtes Leben. Dazu noch hatte ihr Mann Elkana eine zweite Frau namens Peninna, die mit ihm mehrere Kinder hatte.

Einmal pro Jahr begab sich Elkana in die Stadt Silo. Dort befand sich damals das Heiligtum, wo dem Herrn Opfergaben dargebracht wurden. Auch seine beiden Frauen kamen jedes Mal mit. Peninna kränkte bei diesem Anlass jedes Mal Hanna wegen deren Kinderlosigkeit. Die arme Frau: Nun muss sie neben ihrem Schicksal auch noch Spott der Nebenbuhlerin ertragen. Natürlich weinte Hanna jedes Mal, wenn das geschah.

Doch dann hatte sie eine Idee: Sie fasste sich ein Herz und machte Gott im Gebet einen Vorschlag. Sie gelobte Gott, wenn er ihr einen Sohn schenken würde, dann würde sie ihn für ein Leben lang Gott weihen.
Und Gott ging auf diesen Vorschlag ein. Tatsächlich wurde Hanna kurz darauf schwanger. Natürlich war ihre Freude groß. Den Jungen nannte sie Samuel. Das bedeutet so viel wie „erhört von Gott“. Und auch Hanna erfüllte ihren Teil der Abmachung. Sie ging mit ihm ins Heiligtum Gottes und schenkte ihren Sohn dem Herrn. Und Gott hat dann viel angefangen mit diesem Kind. Samuel wurde einer der wichtigsten Propheten Israels, der unter anderem die Könige Saul und David salbte.


In der Bibel finden wir heute noch den Lobpreis der Hanna, den sie aussprach, nachdem Gott ihren sehnsüchtigen Wunsch nach einem Sohn erfüllte (1. Samuel 2). Darin enthalten ist bereits ein prophetischer Hinweis auf den Messias Jesus Christus (Vers 10)

Und Hanna betete und sprach:
Mein Herz jauchzt in dem HERRN, mein Horn ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde, denn ich freue mich über deine Hilfe.
2 Keiner ist so heilig wie der HERR, denn außer dir ist keiner. Und kein Fels ist wie unser Gott.
3 Häuft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Mund hervor! Denn der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen.
4 Der Bogen der Helden ist zerbrochen, und die Stürzenden haben sich mit Kraft umgürtet.
5 Die satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, brauchen es nicht mehr. Sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin.
6 Der HERR tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf.
7 Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht.
8 Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen; und den Thron der Ehre lässt er sie erben. Denn dem HERRN gehören die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.
9 Die Füße seiner Frommen behütet er, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis; denn niemand ist stark durch (eigene) Kraft.
10 Die mit dem HERRN rechten, werden niedergeschlagen werden, im Himmel wird er über ihnen donnern. Der HERR wird richten die Enden der Erde. Er wird seinem König Macht verleihen und erhöhen das Horn seines Gesalbten.




Werner Maget






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