Wie Glaube wächst
- Eine Biblische Betrachtung -








Wie Glaube wächst



1.     Beschäftige Dich mit dem Wort Gottes

 

 

„Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“

                                                                                                                                Römer 10, 17

 

Glaube wächst zum Einen dadurch, dass wir uns ständig mit Gottes Wort beschäftigen. Die Bibel sagt in Sprüche 4, 20-22: „Mein Sohn, auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu! Lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch.“

Und in Matthäus 4, 4 heißt es: „Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Es ist Gottes absoluter Wille, dass wir uns mit Seinem Wort auseinandersetzen, ja dass wir uns davon ernähren, denn wenn wir uns damit beschäftigen, darüber nachsinnen und es auf uns wirken lassen, kann Gott durch Seinen Geist zu uns sprechen und unser Glaube wachsen.



2.     Gottes Wort ist Wahrheit


„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

                                                                                                                                Johannes 1,1

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben...“

                                                                                                                        2.Timotheus 3, 16

„Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“

                                                                                                                           Johannes 17, 17

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

                                                                                                                              Johannes 14, 6

 

Wir müssen begreifen, dass das Wort Gottes die einzige Wahrheit ist und in wirklich allem genau das meint, was es sagt. Solange wir dies nicht erkannt haben, wird es in einigen Bereichen schwer für uns bleiben, Glauben aufzubauen. Wir müssen erkennen, dass Gottes Wort unfehlbar ist und heute genauso wie vor 2000 Jahren gilt, denn „Jesus Christus (ist) derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13, 8)

Wenn aber Gott das Wort ist und Jesus Christus derselbe bis in Ewigkeit, so gilt auch das Wort für immer. Auch wenn unser natürlicher Verstand uns nicht immer alle Wahrheiten der Bibel verstehen lässt, so können wir uns dennoch bewusst dazu entschließen, Gottes Wort als die einzige Wahrheit anzunehmen und uns von ihm leiten zu lassen.

 

„Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!“

                                                                                                                              Sprüche 3, 5-6



3.     Erkenne, wer Du in Christus bist

 

Um im Glauben zu wachsen, müssen wir lernen, wer wir in Christus sind. Leider betrachten wir uns selbst viel zu häufig aus unserer eigenen (der natürlichen) Perspektive, die uns in vielen Bereichen stark eingrenzt. Oftmals meinen wir, gute Werke vollbringen  und frei von jeder Sünde sein zu müssen, um Gott dauerhaft zu gefallen, und lassen uns vom Teufel Verdammnis für unsere Schuld einreden. Wir fürchten, wir könnten Gott gegenüber unwürdig sein und machen uns von Gefühlen abhängig, anstatt einfach Gottes Geschenk der Versöhnung mit uns durch Jesus Christus und somit unseren Status als Seine Kinder mit Freuden anzunehmen und in uns als einen kostbaren Schatz zu bewahren.

„Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr errettet! Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus,...“

                                                                                                                             Epheser 2, 4-6

Weil Gott selbst uns so sehr geliebt hat und nicht wollte, dass wir verloren gehen, hat Er Seinen Sohn stellvertretend für uns ans Kreuz geschickt, damit die Sünden der ganzen Welt gerechtfertigt würden durch Ihn.

Gott musste Seiner eigenen Gerechtigkeit wegen auf die Tilgung unserer Schuld durch ein Blutopfer beharren, aber aufgrund genau derselben Gerechtigkeit wird Gott uns niemals für dieselben Sünden strafen, für die Jesus bereits verurteilt wurde und starb.

„...denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.“

                                                                                                                             Römer 3, 23-26

Wenn wir Jesu Opfer für uns im Glauben und mit Dank annehmen, können wir gerechtfertigt vor Gottes Thron stehen, weil Gott uns durch Jesus ansieht – reingewaschen durch Sein Blut, so als ob wir nie eine Sünde begangen hätten.

 

„Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, (nämlich) dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.“

                                                                                                                   2. Korinther 5, 17-19

 

„Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken.“

                                                                                                                                 Jesaja 43, 25

„Also (gibt es) jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“

                                                                                                                                    Römer 8, 1

Wenn es aber keine Verdammnis mehr gibt für die, die glauben, so hat auch der Teufel kein Recht mehr, uns anzuklagen oder zu beherrschen.



4.     Unsere Autorität im Namen Jesu


„Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, (hoch) über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird. Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“

                                                                                                                          Epheser 1, 20-22

„...er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.“

                                                                                                                               Kolosser 2, 15

 

Als Jesus vom Tode auferstand, hat Er den Teufel besiegt und Gott setzte Jesus zu Seiner Rechten - hoch über jede Macht. Indem Er aber alle Dinge unter die Füße Jesu getan und Ihn zum Haupt über alles der Gemeinde gegeben hat, ist auch uns alles unterworfen in Seinem Namen, denn wir als Gemeinde sind Sein Leib und wir sind mit Ihm auferweckt worden. Er ist in uns und wir sind in Ihm und durch Ihn ist uns alles möglich.

„Siehe, ich habe Euch die Macht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch schaden.“

                                                                                                                                 Lukas 10, 19

Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.“

                                                                                                                              Philipper 4, 13

„Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“

                                                                                                                      Johannes 14, 13-14

Im Namen Jesu ist Kraft und Autorität und durch Ihn können wir Gottes Verheißungen für uns in Anspruch nehmen. Dazu aber müssen wir an Gottes Wort als die Wahrheit glauben und es in Jesu Namen bekennen.



5.   Bekenne und empfange

Wenn Schwierigkeiten in unserem Leben auftauchen, dürfen wir uns also nicht einschüchtern oder von unseren natürlichen Gefühlen leiten lassen, sondern wir müssen stattdessen prüfen, was die Bibel uns zu diesem Thema sagt. Indem wir uns Gottes Wort gegenüber öffnen, kann Gott sehr deutlich zu uns sprechen und uns beispielsweise eine (oder mehrere) konkrete Bibelstelle(n) zur Lösung unseres Problems aufzeigen. Als Erben Gottes durch unseren Status in Jesus Christus stehen uns alle Verheißungen der Bibel rechtmäßig zu, jedoch müssen wir diese, damit sie für uns real werden können, in unserem Herzen glauben und mit dem Mund bekennen – und zwar solange, bis wir den Sieg in Jesu Namen davongetragen haben. Durch das Bekennen mit unserem Mund wächst der Glaube in unserem Herzen, denn wir bekennen nicht was wir schon sehen, sondern was wir hoffen.

„Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein  von Dingen, die man nicht sieht.“

                                                                                                                               Hebräer 11, 1

 „Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.“

                                                                                                                              Markus 11, 23

Diese Bibelstelle sagt uns, dass all das, was wir mit dem Mund bekennen, für uns Wirklichkeit wird – wenn wir es gleichzeitig mit dem Herzen glauben. Sie steht in Übereinstimmung mit dem Wort aus Römer 10, 8-10: „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen. Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“

Viele Christen können keinen Herzensglauben aufbauen, weil sie erst glauben können, wenn sie Resultate sehen. Das bedeutet, sie möchten wissen, dass das, wofür sie gebetet haben, auch zustande gekommen ist.

Jesus jedoch lehrt uns in seinem Wort genau die umgekehrte Reihenfolge.

„Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“

                                                                                                                              Markus 11, 24

Das Haben kommt also erst nach dem Glauben, wir aber dürfen beruhigt Gottes Verheißungen glauben, weil Sein Wort die Wahrheit ist. Sobald wir dieses Wort als Wahrheit annehmen und bekennen, wird Gott selbst den Glauben in uns wachsen lassen, wie Er es in Seinem Wort verheißen hat.

„Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher (von sich) zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat.“

                                                                                                                                  Römer 12, 3

„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;...“

                                                                                                                                  Epheser 2, 8

„Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“

                                                                                                                              Philipper 4, 19

Der Glaube in uns kommt also letztendlich nicht aus uns selbst, sondern ist von Gott durch Seine Gnade in uns angelegt. Was für eine ermutigende Botschaft! Statt selbst krampfhaft zu versuchen, mit allen möglichen Mitteln unseren Glauben auf zu erbauen, schafft Gott selbst in uns alle nötigen Voraussetzungen. Alles was wir tun müssen, ist lediglich in Ihm zu bleiben und geduldig auf Ihn zu harren und Ihm zu vertrauen. Lobpreis und Ehre sei Ihm dafür in alle Ewigkeit!


Michael Müller




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