Freiheit oder Gesetz?
- Die Liebe deckt viele Sünden zu -





Bist du schon frei oder noch unter dem Gesetz?






„…die Wahrheit wird euch frei machen (…) wenn euch nun der Sohn freimacht, dann seid ihr recht frei!“ (Johannes 8, 32 + 36)
„…zur Freiheit hat euch Christus befreit!“ (Gal. 5, 1)
„Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2.Kor.3, 17)
„Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes“ (Gal. 3, 13)

Wir sind durch Jesus ganz befreit und das nicht nur von all unserer Schuld und Sünde, die uns von Gott getrennt hat, sondern auch von der Gesetzlichkeit, die leider immer noch in vielen Gemeinden gelebt und gelehrt wird! Denn viele Gemeinden und christlichen Werke sind von religiösen Traditionen und jüdischer Gesetzlichkeit durchdrungen. Sie legen ihren Mitgliedern Lasten auf, die vielleicht irgendwann ihren Sinn gehabt haben mögen, heute aber manchem am Evangelium interessierten Menschen den Weg versperren, da sie den ohnehin schmalen Weg noch schmaler und die enge Pforte, von der Jesus sprach noch enger machen. Ein paar Beispiele:
„Du musst den Sabbat halten, denn der Sonntag ist eine heidnische Erfindung!“
„Iss kein Schweinefleisch, das verbietet das Alte Testament ganz eindeutig!“
„Als Frau darfst Du Dein Haar nicht abschneiden, liebe Schwester! Und außerdem bist Du Gott wohlgefälliger, wenn Du endlich Röcke und Kleider trägst und nicht immer diese Hosen. Die Bibel sagt doch, dass eine Frau kein Mannsgewand tragen soll!“
„Du solltest Gott den Zehnten von Deinem Lohn geben, dann geht’s Dir auch besser, weil Gott Dich segnet. Natürlich vom Bruttogehalt, Du willst doch auch einen Brutto-Segen…“
„Du bist wiedergeboren, aber noch nicht mit dem Heiligen Geist getauft und sprichst noch nicht in Zungen. Wenigstens diese Gabe muss aber jeder Gläubige haben!“
„Christen dürfen keine Rauschmittel wie Alkohol oder Kaffee zu sich nehmen!“
Die Liste ließe sich fortsetzen.

Wenn ich für mein Christsein etwas Positives aus meiner Zeit bei den Kindern Gottes – oder der Familie, wie sie sich heute nennen – gelernt und bei meinem Ausstieg vor fast dreißig Jahren mitgenommen habe, dann ist es folgende Aussage:
„Gottes einziges Gesetz ist Liebe!“ Denn das größte, wichtigste Gebot lautet: „Du sollst Gott von ganzem Herzen lieben (…) und deinen Nächsten wie dich selbst.“(Mark. 12, 29-33)
„Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt!“ sagte Jesus seinen Nachfolgern vor seinem Tod (Joh. 15, 12) Er hat ihn selten etwas ausdrücklich befohlen, außer dieser einen Sache: Liebe! „Daran“ so sagte er, „wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid“ – nicht an der Art, wie wir unser Haar tragen, welche Kleidung wir anziehen oder was wir zum Mittag essen.
Wie kann diese Liebe unter uns sichtbar werden?
„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christ erfüllen!“ schrieb Paulus den Galatern (Gal. 6, 14)
Augustinus schrieb: „Liebe Gott – und dann tue, was Du willst!“ Denn „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses“ (Röm. 13, 10) Wer liebt, der kann eigentlich kaum noch sündigen, denn er wird seinen Mitmenschen nicht berauben, nicht falsch Zeugnis über ihn reden, nicht sein Eigentum, geschweige denn seine Ehefrau begehren usw. Und selbst, wenn wir einmal sündigen, so sagt uns Gottes Wort: „Haltet fest an der Liebe zueinander, denn die Liebe deckt viele Sünden zu!“ (1.Petr.4, 8)
Die ärgsten Feinde Jesu und der ersten Christen waren nicht die verachteten Zöllner und Huren und die einfachen Leute, sondern immer die Religiösen und Gesetzlichen, die Pharisäer, die sich an Jesus und der von ihm verkündeten und gelebten Freiheit stießen. Sie waren es, die ihn schließlich ans Kreuz brachten (auch wenn sie damit zu Gottes Plan zur Erlösung der Menschheit beitrugen), sie waren es, die die ersten Christen verfolgten!
Sie werden es sein, die die Christen der Endzeit umbringen und noch glauben, sie täten Gott damit einen Dienst.
Was willst Du? Religion, Gesetzeswerke, tote Tradition und Kopfwissen über die Bibel und ab und zu in Krisenzeiten ein Gebet zu Jesus Christus?
Oder eine Beziehung, die geprägt ist von Liebe zwischen dem lebendigen Sohn Gottes, unserem Herrn und himmlischen Bräutigam, der sich nach uns sehnt, um Dich und mich heimzubringen in das Haus Seines und unseres Vaters?






Peter Hoeft



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