Die Maus und der Käseberg
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Die Maus und der Käseberg



Eine hungrige kleine Maus wanderte durch die Landschaft, um etwas zu Essen zu finden. Lange fand sie nichts und ihr Hunger wurde immer größer. Als sie vor lauter Hunger fast schon nicht mehr Laufen konnte, erblickte sie am Horizont einen großen, gelben Berg. Neugierig was dies wohl sein konnte, packte sie all ihr Kräfte zusammen und ging auf den Berg zu. Mit letzter Kraft erreichte sie ihn und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was sie vor sich sah, war ein großer, gelber Berg aus Käse! Das Wasser lief ihr schon im Munde zusammen. Endlich konnte sie ihren Hunger stillen. Doch vor dem Berg befanden sich viele spitze Steine. Die Maus war zu klein, um über sie herüber zu kommen. Was sie auch tat, sie schaffte es nicht, den Berg zu erreichen.

Da kam ein Vogel angeflogen, der auch sehr hungrig war. Der Vogel sah die Maus und bekam großen Appetit auf sie. Der Vogel setzte sich auf einen nahe gelegenen Baum und nahm sein Opfer ins Visier. "Hallo, kleine Maus", sprach er zu der Maus, "nimm es mir nicht übel, aber ich bin sehr hungrig und werde dich nun fressen." Da machte er sich schon auf, vom Baum zu fliegen und die Maus mit seinem Schnabel zu fangen. "Halt!", sagte die kleine Maus, "warum willst du mich denn fressen! Siehst du nicht diesen großen Berg Käse? Sicher wird das mehr als genug sein, um deinen Hunger zu stillen." Unbeeindruckt blickte der Vogel zum Berg und sagte zu der kleinen Maus: "Liebend gern, aber für so einen großen Berg Käse ist mein Schnabel nicht gemacht, lieber werde ich dich fressen!" Erneut machte der Vogel sich auf, die Maus zu fressen. "Halt!", sagte die kleine Maus wieder, "sei doch nicht dumm! Sicher hast du einen sehr großen Hunger. Warum schlägst du nicht zwei Fliegen mit einer Klappe? Bring mich zu dem Käseberg und lass mich essen. Wenn ich satt bin, kannst du mich fangen. Dann hast du mich und dazu noch den Käse, der in meinem Bauch ist!"

Der Vogel kam ins Grübeln. Eine kleine Weile dachte er über die Idee der Maus nach, bis er schließlich sagte: "Gut, kleine Maus, ich bin einverstanden. Ich schnappe dich jetzt mit meinem Schnabel und fliege dich über die Steine. Dort kannst du dich satt essen. Danach werde ich dich mitsamt dem Käse fressen. Solange mache ich hier auf dem Baum ein kleines Nickerchen". Gesagt - getan. Der Vogel schnappte die Maus und flog sie über die Steine hinweg auf den Käseberg. Danach kehrte er zum Baum zurück und schlief ein. Die hungrige kleine Maus begann sofort mit dem Fressen. Sie aß und aß und ihr Bauch wurde immer dicker und größer. Sie hatte so viel Hunger, dass sie gar nicht mehr mit dem Essen aufhören konnte. Und am Ende hatte sie tatsächlich den ganzen Berg Käse verspeist. Nun wachte auch der Vogel auf. Er reckte sich und streckte sich und freute sich schon auf den leckeren Happen, den er gleich zu essen bekommen würde. Doch als er zur Maus blickte, traf ihn fast der Schlag. Aus der kleinen Maus war eine riesige, große Maus geworden. Der ganze Berg Käse war weg und befand sich nun im Bauch der Maus. Es war unmöglich für den Vogel, so eine riesige Maus in seinen Schnabel zu bekommen. Die Maus hatte ihn reingelegt. Zornig flog er davon, um sich neue Beute zu suchen. Die Maus aber war papsatt und außerdem war sie nun groß genug um über die Steine zu klettern. Noch nie in ihrem Leben war sie so satt gewesen und so kehrte sie zufrieden nach Hause zurück.



© Eckart Haase


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