Die Bergpredigt
- Andacht -





Die Bergpredigt




Sie ist eines der faszinierenden Kapitel des Neuen Testaments.
Ich möchte sagen, hier ist das Evangelium komplett vorhanden.
Eine Auslegung der zehn Gebote?
Die Magna Charta der Liebe, ein Manifest.
Selig seid ihr armen Schlucker, denn euch gehört das Himmelreich.
Die Armen im Geiste, welche nichts auf dem Kasten haben.
Selig, die ihr Schmacht habt, denn ihr werdet satt werden.
Ja, die ihr jetzt Kohldampf habt, werdet einst Überfluss haben.
Das beste Beispiel ist der Lazarus.
Selig, die ihr jetzt heult, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn die Menschen sich über euch lustig machen,
wenn sie euch beschimpfen und hinter eurem Rücken reden, um
meinetwillen.
Freut euch über euren Lohn im Himmel.
Sicherlich eine harte Herausforderung an den Glauben.
Aber auch die garantierte Hoffnung, dass jene, vom Leben und
Ihrer Umwelt betrogenen nicht leer ausgehen werden.
Ich würde Brief und Siegel geben, Gott ist ein Anwalt der
Armen, der Betrogenen, der Ausgenutzten und sonstigen
Verratenden.
Nun verstehe ich das Wort Selig nicht so: Freut euch ihr Hungrigen,
freut Euch ihr Armen und Deppen über euren Zustand, nein,
für mich ist das Wort Selig die Hoffnung, ihr seid nicht vergessen.
Ihr steht nicht hintenan, ich Jesus, euer Anwalt, ich trete für
euch ein.
Und darüber sollt ihr euch freuen, das euch einst Gerechtigkeit
widerfahren wird.
Wer die Geschichte vom armen Lazarus kennt, weiß, wie es
gemeint ist, der Reiche hatte seinen Anteil dahin, nun war der
Arme dran.
Ich erachte, dass Jesu gesamte Botschaft in der Bergpredigt
komprimiert ist.
Selig, die glauben und doch nicht sehen (steht nicht in der Bergpredigt).
Ja, die Jünger und die anderen damals, sie sind zu beneiden.
Sie waren nahe am Geschehen, wir müssen, können, sollen,
glauben. Blind der Botschaft Jesu vertrauen.
An uns sind die Anforderungen ein wenig höher geschraubt.
Aber die Verheißungen dafür umso greifbarer.
Die Bergpredigt ist und bleibt eine große Herausforderung.
Aber sie wirft auch viele Fragen auf.
Wir werden uns an der Bergpredigt immer messen müssen.
Sie ist der Zollstock der Liebe, hier beginnt die Bewertung unseres
Glaubens.
Besonders Pfarrer/Pfarrerinnen und andere kirchliche Mitarbeiter
müssen an der Bergpredigt ihr Verhalten messen.
Ich erlebe es leider immer wieder, das der persönliche
Umgang miteinander nicht im Einklang steht mit der Botschaft des
Evangeliums, oft bin ich entsetzt, wie Christen miteinander
umgehen.
Die zahlreichen Missbrauchsfälle in der letzten Zeit offenbaren
einen schrecklichen Zustand und Verunsicherung.
Die Glaubwürdigkeit von Mutter Kirche steht auf dem Spiel, wenn
nicht gar die Glaubwürdigkeit schon arg verspielt ist.
Für alle muss die Kirche ein Hort der Geborgenheit und der
Sicherheit sein.
Herr, du hast Worte des Lebens…



Wolfgang Müller







Vom selben Autor:
Zur Fastenzeit
Von Reichtum und Nachfolge
Psalm 1
Werdet wie die Kinder
Besinnung auf ein Wochenende
Psalm 23
Wenn Kinder fragen
Wenn Kinder fragen (2)
Wenn Kinder fragen (3)
Wenn Kinder fragen (4)
Wenn Kinder fragen (5)
Wenn Kinder fragen (6)
Wenn Kinder fragen (7)
Wenn Kinder fragen (8)
Wenn Kinder fragen (9)
Wenn Kinder fragen (10)
Wenn Kinder fragen (11)
Wenn Kinder fragen (12)
Wenn Kinder fragen (13)
Wenn Kinder fragen (14)
Wenn Kinder fragen (15)
Wenn Kinder fragen (16)
Wenn Kinder fragen (17)
Wenn Kinder fragen (18)
Ökumene
Der Schuldner
Fastenzeit - Passionszeit - Leidenszeit
Jesus brachte die Wende
Zum Guten bereit
Der Hauptmann
Zachäus
Episoden
Evangelium
Wenn Kinder fragen
Der unbarmherzige Mitmensch
Zukunftsträume
Vom Pharisäer und vom Zöllner
Von der falschen Sicherheit
Gedanken eines Synodalen
Odyssee eines jungen Mannes
Volkstrauertag
Gesegnete Weihnacht


Startseite: www.christliche-autoren.de
Übersicht Andachten: christliche Andachten


In christliche-autoren.de suchen:



• Für www.christliche-autoren.de

www.christliche-autoren.de - Ein evangelistisches Projekt gläubiger Christen.
In Kooperation mit Lichtarbeiter & Bibelstudium & Liebesgedichte