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Die Bibel-mehr als ein Buch?


     

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Broschüren aus dem Missionswerk Werner Heukelbach

     

Die Bibel - mehr als ein Buch?





Die Bibel ist ein erstaunliches Buch

Man sagt von ihr, dass sie der Bestseller aller Zeiten ist, und ihre weltweite Verbreitung scheint das auch zu bestätigen.
Die Bibel wurde bisher in über 2.400 Sprachen übersetzt und jedes Jahr kommen 30-40 weitere hinzu.
Viele Christen haben sich das Ziel gesteckt, die Bibel möglichst allen Menschen zur Verfügung zu stellen.
Weltweit werden jährlich zwischen 200 und 300 Millionen Bibeln oder Bibelteile verbreitet. Das ist beeindruckend und steht unter allen Druckerzeugnissen einsam an der Spitze.
Niemand wird ihre diesbezügliche Vorrangstellung ernstlich in Frage stellen.
Aber kann die große Verbreitung der Bibel auch die Frage beantworten:
Ist sie das, was sie zu sein beansprucht - das Wort Gottes?

Wir lesen zum Beispiel in der Bibel folgende Aussagen:

“Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.”
2. Timotheusbrief 3,16


“Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.”
2. Petrusbrief 1,21


Wenn es stimmt, dass Gott in früheren Zeiten durch Propheten und zuletzt durch seinen eigenen Sohn Jesus Christus zu den Menschen geredet hat, dann bedeutet die Ablehnung der Bibel, die dieses Reden Gottes beinhaltet, auch gleichzeitig die Ablehnung Gottes.
Es ist also sehr wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und Antworten auf unsere Fragen zu erhalten!


Die Bibel – Gottes Wort?

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit herauszufinden, ob die Bibel wirklich Gottes Wort an uns Menschen ist?
Stellen Sie sich einmal vor, jemand würde Sie an einem wunderschönen Sommertag fragen, woher Sie wüssten, dass die Sonne scheint.
Zunächst würden Sie wahrscheinlich an dem Geisteszustand des Fragenden zweifeln, aber dann käme bestimmt die Antwort: “Weil ich ihr Licht sehe und ihre Wärme spüre.”
Das ist auch richtig, aber Voraussetzung ist, dass Sie sich der Sonne und ihrer Wirkung aussetzen. Versteckt im Keller, ohne Fenster, könnten Sie diese Antwort nicht geben.
So ist es auch mit der Bibel. Genauso wie wir das Licht der Sonne sehen und ihre Wärme spüren, wird auch der Strahl der Wahrheit der Bibel in unser Herz leuchten und es erwärmen, wenn wir sie auf uns wirken lassen.

Millionen von Menschen haben das in allen Jahrhunderten erfahren. Menschenleben wurden und werden durch dieses Buch verändert. Und wo immer die Bibel mit bereitwilligem Herzen und unvoreingenommenem Verstand gelesen wird, da vollzieht sich beim Menschen ein Wandel von innen heraus.


Die Glaubwürdigkeit der Bibel

Die entscheidende Frage ist aber: Kann ich der Bibel wirklich vertrauen?

Dieser Frage wollen wir jetzt gemeinsam nachgehen, indem wir die Glaubwürdigkeit der Bibel auf zweifache Weise prüfen:

1. Durch außerbiblische Belege, damit meine ich Belege für die Glaubwürdigkeit der Bibel, die außerhalb der Bibel selbst zu finden sind, und
2. durch innere Belege, darunter verstehe ich Belege, die in der Bibel selbst liegen.


Außerbiblische Belege für die Glaubwürdigkeit der Bibel

Alle großen Weltreligionen haben ihre eigenen “heiligen” Bücher.
Im Hinduismus sind es die so genannten Veden oder die Bhagavad Gita.
Im Buddhismus kennt man die dreiteilige Tripitaka und im Islam gibt es den Koran.
Die Bücher des Hinduismus und Buddhismus sind bei uns kaum bekannt. Der Koran hingegen ist uns durch die vielen moslemischen Bürger in unserem Land zumindest vom Namen her am ehesten bekannt.

Wir wollen deshalb zunächst die Struktur und Ordnung der Bibel und des Koran nebeneinander stellen und sehen, ob es Unterschiede gibt.

Der Koran hat einen einzigen Verfasser, das heißt einer sprach und andere schrieben das gesprochene Wort auf.
Im Koran selbst finden wir keinen eigentlichen Anfang, keinen Höhepunkt, keine Einheitlichkeit und auch kein Ende.
Der Koran ist eine Sammlung von Sprüchen und Sprichworten.
Weil es im Koran keinen geschichtlichen Anfang und kein Ende gibt, ist die Anordnung der Bücher auch entsprechend anders vollzogen. Die längste Sure (Kapitel) steht vorn und die kürzeste steht hinten.

Die Bibel unterscheidet sich schon im Punkt der Struktur und Ordnung fundamental vom Koran. Sie wurde von mindestens 40 Schreibern in einem Zeitraum von etwa 1600 Jahren verfasst.
Mose begann das Alte Testament etwa um 1450 vor Christus und es wurde ca. 400 vor Christus abgeschlossen.
Das Neue Testament wurde zwischen 45 und 100 nach Christus geschrieben.

Die Bibel hat vom historischen Ablauf und vom Sinn her einen klar definierten Anfang, einen Höhepunkt, eine Vollendung und eine auffallende Einheitlichkeit.

Die Bibel besteht eigentlich aus 66 Einzelbüchern; und wenn man die Psalmen als 5 Bücher rechnet, wie es die Hebräer taten, dann sind es sogar 70 Bücher.
Das heißt, im Grunde ist die Bibel eine richtige Bibliothek.

Sie umfasst auch die verschiedensten Literaturgattungen.
Wir finden in dieser Bibliothek z. B. Bücher mit Liedtexten (die Psalmen), Geschichtsbücher, prophetische Schriften, Weisheitsliteratur, Briefe und sogar ein Buch mit Liebesliedern (das Hohe Lied der Liebe).
Die Schreiber der Bibel entstammten nicht nur den verschiedenen Zeitepochen während der 1.600-jährigen Entstehungszeit der Bibel, sondern auch den unterschiedlichsten sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen.
Wir finden z. B. neben dem Adoptivprinzen Mose den militärischen Oberbefehlshaber Josua. Neben dem Ministerpräsidenten Daniel den Vorkoster Nehemia. Unter den Autoren haben wir den König David und den Hirten Amos, den Fischer Petrus und den Zollbeamten Matthäus oder den Arzt Lukas und den Zeltmacher Paulus.
Unterschiedlicher kann man sich die verschiedenen Schreiber der Bibel gar nicht vorstellen!

Stellen Sie sich einmal vor, ein alter Germane hätte im Jahr 400 nach Christus damit begonnen ein Buch zu schreiben. Dabei lassen wir die Tatsache unberücksichtigt, dass die ersten Zeugnisse germanischer Literatur aus einer viel späteren Zeit stammen.
Diesem ersten Schreiber haben sich andere angeschlossen: Luther, Schiller, Goethe, Lessing, Heine, Hauptmann, bis in die Gegenwart hinein Böll und Grass. Insgesamt 1600 Jahre oder ca. 60 Generationen.

Überlegen Sie einmal was für ein gedankliches Durcheinander voller Widersprüche bei einem solchen Unterfangen zustande gekommen wäre?
Selbst dann, wenn man den verschiedenen Autoren ein gemeinsames Thema vorgegeben hätte.

Die Bibel ist da ganz anders!
Sie beginnt genau dort, wo man es von einem Buch erwartet: Am Anfang der Geschichte. Die Bibel hat im Verlauf ihres Inhalts auch einen gewaltigen Höhepunkt, nämlich die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha. Dieser Höhepunkt wird von dem Apostel Paulus in der Bibel so beschrieben:
“Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn.”
(Galater 4,4)

Die Bibel schließt mit der Vollendung aller Dinge ab, wie es uns im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung Jesu Christi, geschildert wird.

„Na ja“, wird vielleicht jemand einwenden. „Alles, was Sie bis jetzt gesagt haben, trifft doch nur dann zu, wenn man sicher sein kann, dass die Bibel, wie man sie heute in den Händen hält, auch mit den Originalschriften übereinstimmt. Aber leider haben wir ja keine Originalschriften der Bibel mehr, sondern nur Abschriften, so genannte Manuskripte.“
Das ist ein sehr guter und vernünftiger Einwand.
Die Frage lautet: Ist die Bibel denn überhaupt glaubwürdig?
Wurde nicht vieles verfälscht?
Wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit der Manuskripte aus?


Die Grund- und Quellentexte des Alten Testaments

Die älteste hebräische Abschrift des Alten Testaments stammt aus dem 9. Jahrhundert nach Christus. Man nennt diesen Text den masoretischen Text, weil die jüdischen Schreiber zu den so genannten “Masoreten” gehörten.
Durch Vergleiche mit vielen lateinischen Abschriften des Alten Testaments aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus kann man aber klar erkennen, dass die hebräische Abschrift sehr genau ist.
Viele Kritiker der Bibel weisen jedoch besonders auf die teilweise verblüffenden Vorhersagen im Alten Testament hin, die sich auf Jesus Christus beziehen, und behaupten, dass diese Vorhersagen erst nach ihrer Erfüllung geschrieben worden seien.

1947 geschah aber etwas ganz Außergewöhnliches, was die ganze Welt der Gelehrten aufhorchen ließ. Ein Hirtenjunge stieß bei der Suche nach einem verlorenen Schaf aus seiner Herde im Gebiet von Qumran am Toten Meer auf viele Höhlen. In diesen Höhlen fand man mehrere Tonkrüge mit Schriftstücken aus der Zeit vor Christus. Unter diesen Schriftstücken befanden sich auch Manuskripte des Alten Testaments, unter anderem das komplette Buch (Rolle) des Propheten Jesaja.
Jesaja war ein Prophet, der etwa 700 Jahre vor Christus besonders genaue Vorhersagen über das Leben und Sterben Jesu Christi niedergeschrieben hat.
Nachweislich stammen diese Manuskripte mindestens aus dem 1. bis 2. Jahrhundert vor Christus.
Außerdem bestätigt die so genannte Septuaginta (auch LXX genannt) die Genauigkeit der alttestamentlichen Manuskripte. Sie entstand auf Anordnung des Ägypterkönigs Ptolomäus Philadelphus im 3. Jahrhundert vor Christus.
Septuaginta heißt 70 und man gab der griechischen Übersetzung des Alten Testaments diesen Namen, weil 70 Gelehrte daran gearbeitet hatten.
Die Genauigkeit der alttestamentlichen Manuskripte ist also sehr gut belegt.


Grundtexte und außerbiblische Quellen zum Neuen Testament

Das originale Neue Testament wurde zwischen 45 und 100 nach Christus geschrieben. Zu jener Zeit lebten noch viele Augenzeugen, die sich an das, was Jesus Christus redete und tat, erinnern konnten. Sie hätten gewiss Einspruch erhoben, wenn etwas niedergeschrieben worden wäre, was nicht den Tatsachen entsprochen hätte.
Diese Augen- und Ohrenzeugen waren nicht nur Freunde des Evangeliums, sondern gehörten auch zu den Gegnern der frühen christlichen Gemeinden.
Die ältesten Abschriften des Neuen Testaments reichen bis ins 4. Jahrhundert nach Christus zurück. Es handelt sich dabei unter anderem um den „Codex Sinaiticus“ und den „Codex Vaticanus“, Manuskripte, die eng mit dem bekannten deutschen Namen Tischendorff verbunden sind.
Bruchstückhafte Funde neutestamentlicher Bücher aus Papyrus sind noch 100-200 Jahre älter.
Das älteste Papyrus-Fragment beinhaltet den Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium Kapitel 18,31-33.37 und stammt nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahr 70 nach Christus!

Zum Vergleich hierzu einige geschichtliche Fakten, die unsere Kinder schon in der Schule lernen.
Etwa im Jahr 60 vor Christus entstand Julius Cäsars Werk “Gallischer Krieg”. Die älteste Abschrift dieses Werkes stammt allerdings von Ende des 6. Jahrhunderts und es gibt nur 9-10 gut erhaltene Manuskripte.
Bekannt ist auch der römische Geschichtsschreiber Tacitus, der von 55 bis 118 nach Christus lebte und von dem zwei große Geschichtswerke stammen. Die älteste Abschrift datiert aus dem 9. Jahrhundert nach Christus, und man besitzt nur ein Manuskript!
Man könnte diese Liste beliebig fortsetzen. Zum Beispiel mit der Schlacht im Teutoburger Wald. Hier hatte Arminius der Cherusker, der fälschlicherweise Hermann genannt wurde, den römischen Besatzern im Jahr 9 nach Christus eine empfindliche Niederlage beigebracht.
Dieser Vorfall ist so verbrieft, dass man dem tapferen Krieger sogar ein Denkmal gesetzt hat, das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, obwohl die ältesten schriftlichen Zeugnisse dieses Ereignisses aus vielen Jahrhunderten später datieren.
Obwohl diese und andere geschichtliche Ereignisse so dürftig belegt sind, würde sie niemals jemand anzweifeln.

Das Neue Testament ist viel besser dokumentiert:
Es gibt mehr als 5000 komplette oder fast komplette Handschriften des Neuen Testaments. 13.000 Handschriften von Teilen des NTs und rund 9.000 Handschriften von antiken Übersetzungen. Das sind Abschriften, die ab dem 6. Jahrhundert in den Gemeinden vorgelesen wurden.

Neben diesen alten Manuskripten gibt es aber auch noch Beweise für die Echtheit des Neuen Testaments durch außerbiblische Zitate von Freunden und Feinden des Evangeliums.

Zum Beispiel schreibt Josephus Flavius (37-100 n. Chr.), ein jüdischer Geschichtsschreiber, in seinem Buch "Jüdische Altertümer" etwas über Jesus Christus, was uns auch aus der Bibel bekannt ist. Er berichtet in diesen Passagen von den Schwierigkeiten, die das Prokurat des Pilatus gekennzeichnet haben:
"Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer jener Menschen, die mit Freuden bereit sind, die Wahrheit zu hören. So zog er viele Juden und auch viele Griechen an sich.
Er war der Messias; obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tag wieder, lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm verkündet hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht der Stamm der Christen, wie sie sich nach ihm nannten, fort."
Josephus Flavius war keineswegs ein Freund der Christen.

Die alten Kirchenväter, die zu den Führern der damaligen Gemeinden zählten, schrieben in den Jahren 90 bis 160 nach Christus viele Briefe und zitierten dabei alle neutestamentlichen Schriften.

Die Beweislast der vielen tausend Manuskripte wiegt schon sehr schwer.
Mit so vielen Dokumenten ist ein Verfälschen der Inhalte praktisch ausgeschlossen.


Erfüllte Prophetie als Beleg der Glaubwürdigkeit der Bibel

Zu den überzeugendsten Beweisen für die Glaubwürdigkeit der Bibel zählen die erfüllten Prophezeiungen der Bibel.

Auch in dieser Beziehung gibt es kein vergleichbares Buch in der Geschichte der Menschheit.

Die 66 Bücher der Bibel bestehen aus 1.189 Kapiteln oder 31.176 Versen. Von diesen 31.176 Versen enthalten ca. 6.408 Verse prophetische Aussagen. Davon haben sich bereits ca. 3.268 Verse erfüllt.
Ein Mathematiker zeigte einmal an einem Beispiel die geringe Wahrscheinlichkeit, mit der die Erfüllung so vieler Aussagen dem Zufall zugeschrieben werden kann.
Er setzte die „Trefferquote“ auf 1:2 (oder 0,5), um in seiner Rechnung auf der sicheren Seite zu liegen.
Und hier das Beispiel:
Sirius ist ein Stern der Größe 1 und steht im Sternbild Großer Hund. Er ist 82,3 Billionen Kilometer von der Erde entfernt.
Stellen wir uns vor, wir würden von der Erde bis zum Sirius eine Schnur spannen und auf der Schnur sitzen Ameisen. Eine neben der anderen. Eine endlose Kette.
Alle Ameisen sind schwarz. Nur eine der Ameisen in dieser Riesenmenge ist rot.
Wir steigen jetzt in ein Flugzeug und fliegen mit ca. 1.000 km/h an der Schnur entlang Richtung Sirius.
Die Flugzeit würde etwa 9,4 Millionen Jahre betragen. Damit die Sache ein wenig spannender wird, fliegen wir die Strecke mit verbundenen Augen, um die Ameisen nicht zu sehen.
Irgendwo unterwegs ruft einer von uns laut: „STOPP!“, und der Pilot hält so schnell er kann die Maschine an.
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir bei einem solchen Versuch unmittelbar neben der einen roten Ameise zum Stehen kommen, ist unvorstellbar gering. Der Mathematiker drückt eine solche Zahl als Potenz aus, und das sähe dann so aus: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Flugzeug direkt neben der roten Ameise zum Stillstand gekommen wäre, beträgt 1:1020. Dabei steht die hochgestellte 20 für die Anzahl der Nullen. In diesem Fall eine 10 mit 20 Nullen. Das hieße: die Chance, dass das oben beschriebene Beispiel mit den Ameisen zufällig eintritt, steht 1 zu 1.000.000.000.000.000.000.000!
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die 3.268 prophetischen Bibelverse zufällig erfüllt haben, ist ungleich geringer. Diese Zahl würde man mathematisch so schreiben: 1,7 x 10984. Das ist eine 17 mit 983 Nullen!


Beispiel erfüllte Prophetie: Tyrus, Stadt am Mittelmeer

Die Mittelmeerstadt Tyrus war eine gewaltige, befestigte Hafenstadt der Phönizier. Sie lag etwa 30 km nördlich der heutigen Grenze Israels zum Libanon.
Bereits 1.400 Jahre vor Christus begegnet uns der Name dieser Stadt in der Bibel (Josua 19,29). Auch in anderen historisch verbürgten Quellen finden wir Informationen über diese Stadt, wie z. B. in den ägyptischen Texten von ca. 2.000 vor Christus.
Tyrus war eine sehr reiche Stadt und wurde durch den Reichtum auch sehr mächtig.
Mit Reichtum und Macht wuchsen in Tyrus aber auch Überheblichkeit und Sünde.
Als Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört wurde, erhob sich Tyrus noch mehr, weil es sich jetzt völlig ohne Konkurrenz wähnte.
Die Stadt entwickelte einen kaum zu überbietenden Hochmut und mit diesem Größenwahn nahmen auch Sünden und Gräueltaten immer mehr zu.
Mitten in dieses Treiben hinein kündigte Gott im Jahr 586 vor Christus durch den Propheten Hesekiel ein Gericht an.
Wir finden diese Gerichtsprophezeiung im Propheten Hesekiel, Kapitel 26 und 28.

Die Prophetien beinhalteten im Wesentlichen:
1. Angriff und Zerstörung der Stadt durch den babylonischen König Nebukadnezar.
2. Abtragung der Mauern der Stadt mit dem Hinweis, dass der ganze Schutt von Tyrus ins Meer geworfen wird.
3. Die weitere Zukunft der Stadt wird beschrieben als ein öder und verlassener Ort, der nur noch den Fischern zum Trocknen der Netze dient und der nie wieder aufgebaut werden wird.

Die Erfüllung:
585 v. Chr. (ein Jahr nach der Prophezeiung) griff Nebukadnezar II an und belagerte Tyrus 13 Jahre lang. Im Jahr 573 v. Chr. fiel die Stadt und Nebukadnezar zerstörte sie völlig.
Während der Belagerung zog sich fast die gesamte Bevölkerung von Tyrus, vor allem die Reichen, auf eine der Küste vorgelagerte Insel zurück und baute dort ein neues Tyrus auf.
Nebukadnezar tat aber nichts in Bezug auf den zweiten Teil der Prophezeiung.

Im Jahr 333 v. Chr., also etwa 240 Jahre später, zieht Alexander der Große mit seinen Armeen an der Mittelmeerküste entlang Richtung Süden.
Tyrus wollte sich nicht unterwerfen, weil es in dem Wahn lebte, dass seine Position auf der Insel uneinnehmbar wäre.
Alexander der Große aber hatte einen einfachen und dennoch genialen Plan.
In sieben Monaten Bauzeit warfen seine Soldaten sämtlichen Schutt des alten Tyrus ins Meer und bauten einen etwa 60 Meter breiten Damm bis zur Insel.
Sogar der Staub wurde von den Felsen gefegt, um die Lücken des Dammes zu schließen. So sorgte Gott für die Erfüllung des zweiten und dritten Teiles seiner Gerichtsprophezeiung über Tyrus.
Was von Tyrus bis auf den heutigen Tag übrig blieb, sind blanke Felsen, auf denen Fischer ihre Netze trocknen.


Im zweiten Teil diesesTextes geht es dann u.a. um die
Höhepunkte biblischer Prophetie
Diese Broschüre können Sie hier zum Selberlesen oder Verteilen kostenlos anfordern:

Missionswerk Werner Heukelbach
51700 Bergneustadt
http://missionswerk-heukelbach.de


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verantwortlich: Eckart Haase HOME
Ein Service von Christliche-Autoren.de