Alle Jahre wieder
- doch heuer soll es anders werden -





Alle Jahre wieder...




Es heißt, der Advent sei eine besinnliche Zeit. Tage an denen man zur Ruhe kommt.
Aber seien wir doch ehrlich. Wer bekommt keine Gänsehaut am Rücken, wenn er an die Feiertage denkt, an denen man sich von einem pseudofröhlichen Treffen zum nächsten quält.


Die Zeit, die für Besinnung auf die Ankunft und Geburt Christi bestimmt ist, wird in vielen Familien schon zu einer Art Fest verunglimpft, die an amerikanische „Thanksgiving“ Sitten erinnert.
Am besten man lädt die eigenen Eltern und Großeltern, wenn vorhanden natürlich auch noch Schwiegereltern und deren Kinder und Haustiere zu sich, um den Heiligen Abend in einem rauschenden Fest zu begehen. Natürlich bleibt dann am 25. Dezember all jenen, die sich weigerten den Heiligen Abend mit zu feiern, nichts anderes übrig als den Weihnachtsbaum des Gastgebers zu bestaunen.
Wehe es ertönt kein „ah!“ und „oh!“, beim Anblick des armen Baumes, der um die Ernsthaftigkeit seines Todes zu überspielen mit allerfeinstem Dekorationswerk geschmückt, auf glänzende Menschenaugen wartet.
Was war noch mal Weihnachten? Irgendwie scheint es immer mehr in Vergessenheit geraten zu sein.

Als ich noch ein Kind war, erschien mir alles viel feierlicher und Ehrfurcht gebietender als jetzt. Damals gingen wir noch in die Mitternachtsmette, die es in vielen Gemeinden gar nicht mehr, um diese Uhrzeit, angeboten wird. In meiner Familie trafen wir uns danach bei einem Onkel, der uns die obligatorischen Bratwürste servierte. Erst dann gegen, ein Uhr früh oder so, durften wir zu Hause, um in den einzelnen Familien, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern, die Geschenke zu öffnen.

Wenn ich an die letzten 5 Jahre meines Lebens denke, dann werde ich traurig. Bei uns wurden die Geschenke, ohne die Heilige Messe zu besuchen, schon um fünf Uhr Nachmittags geöffnet, um kurz darauf neugierige Anrufe entgegenzunehmen. Man musste dem Anrufer umgehend von den erhaltenen Präsenten berichten, damit dieser voller Stolz erzählen kann, was er denn erhalten habe. Nach der Bescherung wurde der Heilige Fernseher für Stunden angebetet. Ich frage mich warum?
Warum kann diese blöde Kiste nicht wenigstens einen Abend lang aus blieben?

Ich sehn' mich nach intensiven Weihnachten, wo echte Begegnung stattfinden kann. Auch die Verwandten müssen, finde ich, nicht gerade zwischen 24. Dezember und 6. Jänner besucht werden. Diese Zeit sollte man nützen, um an den eigenen Familien zu arbeiten. Die Angehörigen sollte man schon im Advent besuchen, um mit ihnen gemeinsam die Vorfreude auf die Ankunft Christi zu erleben.

Elke gab mir vor ein paar Tagen den Tip, die ganze Sache einmal Jesus selbst in die Hände zu legen und mich nicht an den Zwängen zu stoßen.
Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Darum, Jesus, heuer soll es einmal nur um Dich und Deine Botschaft gehen.
Ich bitte um Deinen Geist, Vater, auf dass er die Herzen all jener, die anderen Zwänge auferlegen, erreicht, und sie in Deiner Liebe Ruhe finden können.




Diane Legenstein




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