80%
- oder: Wann sagst Du JA? -




80%











Die Erfahrung zeigt, dass es etwa 80% sind.

Auf die Frage: „Was glaubst Du, warum Gott Dich in den Himmel lassen wird?“, antworten etwa 80% der Deutschen folgendes: „Weil ich ein guter Mensch bin.“

Ich weiß nicht, ob diese Zahl so schon mal offiziell ermittelt wurde. Es handelt sich um einen Erfahrungswert, der sich in zahlreichen unserer evangelistischen Gesprächen immer wieder bestätigt hat. Natürlich kann diese Antwort auch leicht variieren. Manche sagen: „Ich bin doch gar kein so schlechter Typ“, oder „Ich habe mich immer sehr angestrengt“, oder „Da müssten Tausende vor mir in die Hölle“. Aber unter dem Strich steckt hinter solchen Antworten immer die Auffassung, dass es die eigene Leistung ist, die einem die Türe zum ewigen Leben bei Gott öffnet.

Viele aus den Reihen der 80% sagen, dass sie durchaus an Gott glauben. Die Meisten davon sehen Gott auch als jemanden an, der über ihnen steht. Erstaunlicherweise aber ist mehr als die Hälfte derer, die so über Gott denken der Ansicht, dass sie sich eines Tages nicht vor ihm verantworten müssen. „Gott lässt am Ende jeden in den Himmel“ ist eine weit verbreitete Ansicht. Das sagen sogar oft genau die, die meinen, dass es die eigene gute Leistung ist, durch die man in den Himmel kommt. Aber wenn Gott jeden in den Himmel lässt, dann kann es nicht die eigene Leistung sein, die Gott honoriert.

Das Gott am Ende jeden in den Himmel lässt, ist eigentlich unlogisch. Denn es gibt Menschen, die möchten gar nicht in den Himmel. Und die werden von Gott auch nicht hinein gezwungen.
Und wenn Gott wirklich jeden in den Himmel lässt: Warum gibt es die Erde dann überhaupt? Warum dann der ganze Stress hier unten? Dann könnte Gott doch gleich Schluss machen und das Leben im Himmel für alle eröffnen.

Und wenn es ausreicht, ein guter Mensch zu sein, um in den Himmel zu kommen, warum ist Jesus Christus dann für unsere Sünden gestorben? Ist er also nur für diejenigen gestorben, die keine guten Menschen sind? Ist er nur für diejenigen gestorben, die sich nicht durch das Führen eines guten Lebens für den Himmel qualifiziert haben?

Am Kreuz hingen neben Jesus zwei Verbrecher. Diese waren alles andere als gute Menschen. Und doch kam einer von beiden in den Himmel. Nämlich derjenige, der sich im Glauben dafür entschieden hatte. Diesem versprach Jesus: „Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein“.

Und wir stoßen schon wieder auf einen Punkt, der uns bei den Straßenevangelisationen immer wieder auffällt: Sehr viele Menschen glauben an den Automatismus der Erlösung. Oder anders ausgedrückt: „Ich muss mich nicht für den Himmel entscheiden. Gott lässt mich automatisch rein.“.

Doch wir stellen uns mal eine Hochzeit vor. Was müssen sowohl der Mann als auch die Frau tun, wenn Sie vor dem Standesbeamten/dem Pfarrer stehen?

Sie müssen JA sagen.
Wenn sie nicht JA sagen, dann wird kein Standesbeamter der Welt dieses Paar trauen. Wenn sie schweigen, oder wenn sie sagen „vielleicht“ oder „das entscheide ich später“, oder gar NEIN sagen, dann wird nichts aus der Ehe. Wer nicht deutlich JA sagt, entscheidet sich de facto für NEIN.

Und bei Gott ist es genau so. Was es wirklich gibt ist nicht der Automatismus der Erlösung, sondern der Automatismus der Verdammnis. Gott möchte unser JA. Nicht umsonst wird die endgültige Vereinigung mit Jesus Christus in der Bibel oft mit einer Hochzeit verglichen. Und nur mit einem JA kommen wir in den Genuss des ewigen Lebens bei Gott. Wer nicht JA sagt, meint NEIN. Es bedarf einer klaren Entscheidung. Wenn Sie sich also klar für Jesus Christus entscheiden, wenn Sie JA zu ihm sagen, dann wird er Sie in den Himmel lassen.

Genau so wie beim Heiraten sollte diese Entscheidung natürlich gut überlegt sein. Denn ein JA zu Jesus bedeutet, ihm auch zu vertrauen. Oder würden Sie eine Person heiraten, der Sie gar nicht vertrauen? Wenn Sie JA zu Jesus sagen, seien Sie sich im Klaren darüber, dass er dann auch sein Leben mit Ihnen teilen möchte. Welcher Ehepartner würde das nicht wollen? Machen Sie sich bewusst, dass ein JA zu Jesus eine absolute Lebensentscheidung ist. Durch ihr JA, nehmen Sie auch das Opfer Jesu in Anspruch, dass er am Kreuz zu Golgatha für Sie gebracht hat.


Wie Sie nun JA zu Jesus sagen können?

Na, indem Sie es ihm sagen, wie denn sonst? Wenn Sie es möchten, gehen Sie in den Wald und rufen Sie es ihm ganz laut zu: „JA, Jesus!“. Aber Sie können es natürlich auch im stillen Kämmerlein tun. Die Hauptsache ist, dass Sie sich ganz bewusst und eindeutig für Jesus entscheiden. Ihre aufrichtige Entscheidung zählt, nicht auf welche Weise Sie diese kundtun.

Wenn Sie das getan haben, gehören Sie nicht mehr zu den 80%. Sie haben dann verstanden, dass es nicht reicht, nur ein guter Mensch zu sein. Worauf es ankommt, ist es ein Mensch zu sein, der JA sagt.





Eckart Haase












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